Export-Umfrage: Schweizer KMU steigen wieder zuversichtlicher ins neue Jahr

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Der Abwärtstrend scheint gestoppt: Kleine und mittlere Unternehmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Sie rechnen damit, in der ersten Jahreshälfte 2020 mehr zu exportieren als im Vorjahr.

(sat) Die Exportstimmung unter den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hellt sich langsam auf. Konkret rechnen 53 Prozent aller KMU fürs erste Halbjahr 2020 mit steigenden Exporten. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch bei 47 Prozent gelegen. Das geht aus den KMU-Exportperspektiven hervor, einer von Switzerland Global Enterprise (S-GE) durchgeführten Umfrage. Auf das ganze Jahr gesehen seien die Erwartungen gar noch positiver, teilte die Organisation zur Förderung der Aussenwirtschaft der Schweiz und Liechtensteins am Freitag mit.

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Stabilisiert hat sich laut derselben Mitteilung auch das Exportbarometer der Credit Suisse (CS). Es verharrt zum Jahresstart mit -0,02 Punkten zwar immer noch knapp unter der Wachstumsschwelle. Allerdings liegt es damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 1,0 Punkten. Der Sinkflug, der Anfang 2019 eingesetzt hatte, ist damit «zu einem vorübergehenden Halt» gekommen, schreiben S-GE und CS.

«Nur die nach wie vor unterdurchschnittliche Nachfrage – allen voran bei unserem Haupthandelspartner Deutschland – beeinträchtigte eine noch stärkere Erholung», analysiert Andreas Gerber, Leiter KMU-Geschäft bei der CS, in der Mitteilung. Und Alberto Silini, Leiter Beratung bei SG-E, blickt voraus: «Weltweiter Konjunkturabschwung, Frankenstärke, Wettbewerbsdruck und Handelsstreitigkeiten stellen die international aktiven Schweizer KMU auch 2020 vor Herausforderungen.»

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