Schwangere Ex-Freundin (18) mit Messer erstochen: Lange Haftstrafen für Kindsvater und Komplizen

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Der Angeklagte Alexander M. (l-r), seine Verteidigerin Gabriele Rieke, der Angeklagte Damian R. und sein Verteidiger Erkan Altun sitzen am 04.08.2016 bei Prozessbeginn wegen Mordes an einer Schwangeren im Landgericht Braunschweig .

Zwölf und elf Jahre Haft für Ex-Freund und seinen Komplizen

Weil er Angst vor einer finanziellen Belastung hatte, hat ein 19-Jähriger mit einem Komplizen seine Ex-Freundin und sein ungeborenes Kind auf brutale Weise getötet. Mit einem Messer haben die gleichaltrigen Täter Damian R. und Alexander M. das schwangere Opfer im Februar 2016 in ihrer Wohnung in Salzgitter-Lebenstedt erstochen. Nun ist in Braunschweig das Urteil gefallen: Zwölf Jahre Haft für den 19-jährigen Ex-Freund der Getöteten und elf Jahre für seinen Freund.

In beiden Fällen stellte das Landgericht eine besondere Schwere der Schuld fest. Die damals 19-Jährigen wurden nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Für den 19-jährigen Täter war jedoch eins klar: Er wollte das Kind auf keinen Fall, wie er selbst zum Prozessauftakt gestanden hatte: “Ich wollte nicht der Vater dieses Kindes sein.” Mit seinem gleichaltrigen Freund hatte er einen Komplizen gefunden. Dieser sagte aus: “Er sagte nach einem Streit zwischen den beiden, dass er sich wünschte, sie sei tot.” Daraufhin habe er ihm seine Hilfe zum Mord an der Schwangeren angeboten.

Für Tom R., einen Freund des Opfers, ist es noch unbegreiflich, dass die 18-Jährige und ihr Kind wirklich tot sein sollen: “Es ist ziemlich traurig, dass man einem Menschen das Recht nimmt zu leben und dann noch dem ungeborenen Kind, das für all das gar nichts kann.”

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