Falscher Bombenalarm kostet Frau 90’000 Fr

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Eine Frau löste im Juli am Flughafen Genf einen Bombenalarm aus. Sie wollte damit verhindern, dass ihre Nebenbuhlerin abfliegt. Nun wird sie zur Kasse gebeten.Strassensperren auf Zufahrtsstrassen, systematische Personenkontrollen an allen Türen, bewaffnete Polizisten mit Maschinengewehren: Der Flughafen Genf war am 27. Juli in maximaler Alarmbereitschaft.

Grund war ein am vorherigen Tag eingegangener Anruf. Eine Frau hatte dabei behauptet, dass sich am nächsten Tag eine Person mit einer Bombe im französischen Sektor des Flughafens befinden werde.

«Akt der Eifersucht»

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Doch das war ein Fehlalarm. Dieser Anruf wird die Frau nun teuer zu stehen kommen, schreibt «Le Matin» am Freitag. Tatsächlich: Die Kantonspolizei Genf hat der Frau kürzlich eine Rechnung über 90’000 Franken geschickt.

Die 41-Jährige aus dem französischen Annecy wollte verhindern, dass die Geliebte ihres Ehemannes abfliegen kann. Der zuständige Staatsanwalt Eric Maillaud sagte damals, es handle sich um einen «Akt der Eifersucht».

Sechs Monate Haft

Beim Einsatz am Flughafen waren 150 Polizisten und Zollbeamte aufgeboten worden. Die 41-Jährige wurde kurz nach dem Vorfall von der französischen Justiz zu sechs Monaten Haft, davon drei Monate unbedingt, verurteilt.

(20 minutes/kün)

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